Was ist Letterpress?

Klassischer Buchdruck für edle Visitenkarten und außergewöhnliche Drucksachen
von RHKD 2 Jahren
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Gutenberg würde sich vermutlich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wohin uns die Erfindung des Buchdrucks letztendlich geführt hat. Stichwort glitzernde Vampire. Doch seine Druckpresse lässt sich auch für das Gute verwenden: Letterpress erlebt eine Renaissance für die Gestaltung edler Visitenkarten, mit denen Gutenberg sicher kein Problem hätte.

Visitenkarten mit Letterpress

Wie Sie einen richtig guten Eindruck hinterlassen

An welche Visitenkarte (und den Überbringer) erinnern sie sich eher? Ein glattes, bedrucktes Stück Pappe mit der Außergewöhnlichkeit eines Eier-Kartons? Oder an eine Visitenkarte, auf die Buchstaben eingepresst sind, über die man mit dem Finger fahren kann? Die mit Farbschnitt, gestochen scharfen Linien und Vintage-Anmutung beeindruckt? Eben.

Ein solch ansehnliches Druckbild für Visitenkarten und edle Drucksachen liefert Letterpress. Am Verfahren hat sich seit Gutenbergs Zeiten eigentlich kaum etwas geändert: In einer Druckpresse werden die Klischees mit Farbe versehen und im Hochdruckverfahren in den Bedruckstoff hinein gepresst. Neu ist jedoch, dass nicht mehr nur Buchstaben mit Letterpress gedruckt werden. Dank moderner Druckplatten sind auch Grafiken und feine Symbole möglich.

Wir haben es als mit der Kunst des Buchdrucks in seiner ursprünglichen Form zu tun. Gute Manufakturen, die Letterpress anbieten, sind sich der Kunst ihres Handwerks bewusst und setzen deshalb die Klischees auch auf uralten Maschinen aus Großvaters Zeiten. Auch wenn die Druckplatten inzwischen automatisch belichtet und damit geschnitten werden, ist der Druck selbst immer noch oft Handarbeit. Und die hat ihren Preis. Allerdings sollten Sie sich dennoch einige Visitenkarten dieser Machart zulegen. Aus sehr überzeugenden Gründen.

Visitenkarten sind das kleinste und persönlichste Werbemittel eines Unternehmens. Sie besiegeln damit ein Gespräch und bitten um Kontaktaufnahme. Und sagen gleichzeitig sehr viel über sich und ihr Unternehmen aus. Indem Sie sich für ein aufwendiges Verfahren wie Letterpress entscheiden, drücken Sie mit einem Stück Papier mehr Sorgfalt, Auge fürs Detail und Wertschätzung aus, als mit manch dreistündiger Firmenpräsentation. Und natürlich bleiben sie im (haptischen) Gedächtnis Ihres Gegenübers.

Klischee bis Farbschnitt

Worauf Sie bei der Gestaltung achten sollten

Eben weil Sie Letterpress nicht für alltägliche Drucksachen, sondern für besondere Visitenkarten oder ähnliche Drucksachen verwenden, sollten Sie ein Auge auf die Details haben. Sonst können Sie sich den Aufwand von Anfang an sparen.

Weil Letterpress ein so tiefes Relief (sog. Boston Style) in Drucksachen erzeugt, sollten Sie immer zu voluminösem Papier greifen. Je höher das Papiervolumen, desto stärker ist der Reliefeffekt des Druckbilds. Dickes Papier lässt auch Visitenkarten und andere Drucksachen mit Farbschnitt zu. Farbschnitt bezeichnet die bunte Verzierung der Schnittkanten. Das macht natürlich nur Sinn, wenn die Kanten auch bei der einzelnen Visitenkarte oder Drucksache zu erkennen sind. Mit einem Farbschnitt kommt zur außergewöhnlichen Haptik des Letterpress-Druckverfahrens noch eine beeindruckende Optik hinzu, die besonders mit selbstleuchtenden oder metallischen Farben wirkt.

Der Profi erkennt übrigens, aus welchem Grundmaterial die Druckplatte besteht. Jene aus Metall und harten Bestandteilen setzen schärfere Linien auf Visitenkarten und Drucksachen, als jene aus weichem Kunststoff. Aber natürlich ist auch das wieder eine Kostenfrage. Weil für jede einzelne Farbe auf der Visitenkarte eine neue Druckplatte benutzt wird, können Sie sich farblich nicht endlos austoben und schöne Verläufe einarbeiten. Dennoch sind Farbverläufe im Buchdruck nicht unmöglich. Der sogenannte Irisdruck, bei dem die Farben direkt im Druckwerk gemischt werden, ist ein beliebtes Verfahren um einzigartige Farbverläufe im Letterpress zu erzeugen.

Aus gestalterischer Sicht sollten Sie sich aber bei Farbschnitt, Symbolen und grafischer Opulenz auf Ihren Visitenkarten etwas zurückhalten. Letterpress ist ein solch edles Verfahren, dass es gerade in puristischer Gestaltung besonders wirkt. Weil der Hochdruck tiefe Reliefs zulässt, können Sie Ihre Visitenkarten und Drucksachen auch mit Blindprägung versehen.

Wertschätzung und Sorgfalt vermitteln

Eine kurze Zusammenfassung

Letterpress ist kein alltäglicher Druck und sollte aus Kostengründen nur für Drucksachen verwendet werden, mit denen Sie große Wertschätzung und Sorgfalt ausdrücken wollen. Sie können sich aber sicher sein, dass Sie mit Ihren Visitenkarten garantiert mächtigen Eindruck hinterlassen werden.

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