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Was ist Letterpress?

Klassischer Buchdruck für edle Visitenkarten und außergewöhnliche Drucksachen
von RHKD 6 Jahren
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Guten­berg wür­de sich ver­mut­lich im Gra­be umdre­hen, wenn er wüss­te, wohin uns die Erfin­dung des Buch­drucks letzt­end­lich geführt hat. Stich­wort glit­zern­de Vam­pi­re. Doch sei­ne Druck­pres­se lässt sich auch für das Gute ver­wen­den: Let­ter­press erlebt eine Renais­sance für die Gestal­tung edler Visi­ten­kar­ten, mit denen Guten­berg sicher kein Pro­blem hätte.

Visitenkarten mit Letterpress

Wie Sie einen rich­tig guten Ein­druck hinterlassen

An wel­che Visi­ten­kar­te (und den Über­brin­ger) erin­nern sie sich eher? Ein glat­tes, bedruck­tes Stück Pap­pe mit der Außer­ge­wöhn­lich­keit eines Eier-Kar­tons? Oder an eine Visi­ten­kar­te, auf die Buch­sta­ben ein­ge­presst sind, über die man mit dem Fin­ger fah­ren kann? Die mit Farb­schnitt, gesto­chen schar­fen Lini­en und Vin­ta­ge-Anmu­tung beein­druckt? Eben.

Ein solch ansehn­li­ches Druck­bild für Visi­ten­kar­ten und edle Druck­sa­chen lie­fert Let­ter­press. Am Ver­fah­ren hat sich seit Guten­bergs Zei­ten eigent­lich kaum etwas geän­dert: In einer Druck­pres­se wer­den die Kli­schees mit Far­be ver­se­hen und im Hoch­druck­ver­fah­ren in den Bedruck­stoff hin­ein gepresst. Neu ist jedoch, dass nicht mehr nur Buch­sta­ben mit Let­ter­press gedruckt wer­den. Dank moder­ner Druck­plat­ten sind auch Gra­fi­ken und fei­ne Sym­bo­le möglich.

Wir haben es als mit der Kunst des Buch­drucks in sei­ner ursprüng­li­chen Form zu tun. Gute Manu­fak­tu­ren, die Let­ter­press anbie­ten, sind sich der Kunst ihres Hand­werks bewusst und set­zen des­halb die Kli­schees auch auf uralten Maschi­nen aus Groß­va­ters Zei­ten. Auch wenn die Druck­plat­ten inzwi­schen auto­ma­tisch belich­tet und damit geschnit­ten wer­den, ist der Druck selbst immer noch oft Hand­ar­beit. Und die hat ihren Preis. Aller­dings soll­ten Sie sich den­noch eini­ge Visi­ten­kar­ten die­ser Mach­art zule­gen. Aus sehr über­zeu­gen­den Gründen.

Visi­ten­kar­ten sind das kleins­te und per­sön­lichs­te Wer­be­mit­tel eines Unter­neh­mens. Sie besie­geln damit ein Gespräch und bit­ten um Kon­takt­auf­nah­me. Und sagen gleich­zei­tig sehr viel über sich und ihr Unter­neh­men aus. Indem Sie sich für ein auf­wen­di­ges Ver­fah­ren wie Let­ter­press ent­schei­den, drü­cken Sie mit einem Stück Papier mehr Sorg­falt, Auge fürs Detail und Wert­schät­zung aus, als mit manch drei­stün­di­ger Fir­men­prä­sen­ta­ti­on. Und natür­lich blei­ben sie im (hap­ti­schen) Gedächt­nis Ihres Gegenübers.

Klischee bis Farbschnitt

Wor­auf Sie bei der Gestal­tung ach­ten sollten

Eben weil Sie Let­ter­press nicht für all­täg­li­che Druck­sa­chen, son­dern für beson­de­re Visi­ten­kar­ten oder ähn­li­che Druck­sa­chen ver­wen­den, soll­ten Sie ein Auge auf die Details haben. Sonst kön­nen Sie sich den Auf­wand von Anfang an sparen.

Weil Let­ter­press ein so tie­fes Reli­ef (sog. Bos­ton Style) in Druck­sa­chen erzeugt, soll­ten Sie immer zu volu­mi­nö­sem Papier grei­fen. Je höher das Papier­vo­lu­men, des­to stär­ker ist der Relie­f­ef­fekt des Druck­bilds. Dickes Papier lässt auch Visi­ten­kar­ten und ande­re Druck­sa­chen mit Farb­schnitt zu. Farb­schnitt bezeich­net die bun­te Ver­zie­rung der Schnitt­kan­ten. Das macht natür­lich nur Sinn, wenn die Kan­ten auch bei der ein­zel­nen Visi­ten­kar­te oder Druck­sa­che zu erken­nen sind. Mit einem Farb­schnitt kommt zur außer­ge­wöhn­li­chen Hap­tik des Let­ter­press-Druck­ver­fah­rens noch eine beein­dru­cken­de Optik hin­zu, die beson­ders mit selbst­leuch­ten­den oder metal­li­schen Far­ben wirkt.

Der Pro­fi erkennt übri­gens, aus wel­chem Grund­ma­te­ri­al die Druck­plat­te besteht. Jene aus Metall und har­ten Bestand­tei­len set­zen schär­fe­re Lini­en auf Visi­ten­kar­ten und Druck­sa­chen, als jene aus wei­chem Kunst­stoff. Aber natür­lich ist auch das wie­der eine Kos­ten­fra­ge. Weil für jede ein­zel­ne Far­be auf der Visi­ten­kar­te eine neue Druck­plat­te benutzt wird, kön­nen Sie sich farb­lich nicht end­los aus­to­ben und schö­ne Ver­läu­fe ein­ar­bei­ten. Den­noch sind Farb­ver­läu­fe im Buch­druck nicht unmög­lich. Der soge­nann­te Iris­druck, bei dem die Far­ben direkt im Druck­werk gemischt wer­den, ist ein belieb­tes Ver­fah­ren um ein­zig­ar­ti­ge Farb­ver­läu­fe im Let­ter­press zu erzeugen.

Aus gestal­te­ri­scher Sicht soll­ten Sie sich aber bei Farb­schnitt, Sym­bo­len und gra­fi­scher Opu­lenz auf Ihren Visi­ten­kar­ten etwas zurück­hal­ten. Let­ter­press ist ein solch edles Ver­fah­ren, dass es gera­de in puris­ti­scher Gestal­tung beson­ders wirkt. Weil der Hoch­druck tie­fe Reli­efs zulässt, kön­nen Sie Ihre Visi­ten­kar­ten und Druck­sa­chen auch mit Blind­prä­gung versehen.

Wertschätzung und Sorgfalt vermitteln

Eine kur­ze Zusammenfassung

Let­ter­press ist kein all­täg­li­cher Druck und soll­te aus Kos­ten­grün­den nur für Druck­sa­chen ver­wen­det wer­den, mit denen Sie gro­ße Wert­schät­zung und Sorg­falt aus­drü­cken wol­len. Sie kön­nen sich aber sicher sein, dass Sie mit Ihren Visi­ten­kar­ten garan­tiert mäch­ti­gen Ein­druck hin­ter­las­sen werden.

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