Was ist ein Style Guide?

Style Guides: Straßenkarten für Ihr Corporate Design
von RHKD 3 Jahren
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Style Gui­de: Wenn Sie bei dem Begriff an eine Schlag­zei­le auf dem Titel einer belie­bi­gen Frau­en­zeit­schrift den­ken, lie­gen Sie gar nicht so falsch. Natür­lich geht es in die­sem Fall nicht um die neus­ten Früh­lings­looks, son­dern um den Look Ihres Unter­neh­mens. Trotz­dem ist der Style Gui­de auch hier die Anlei­tung zu gutem Aus­se­hen. Und den rich­ti­gen Wor­ten.

Der Style Guide

Immer hübsch der Cor­po­ra­te Iden­ti­ty nach!

Jeder mag über die Bun­des­re­gie­rung den­ken was er möch­te, doch bei ihrem Style Gui­de haben sie sich Mühe gege­ben. Auf einer eige­nen Sub­do­main hat die Bun­des­re­gie­rung für jedes kleins­te Ele­ment des Cor­po­ra­te Designs detail­lier­te Richt­li­ni­en aus­ge­ge­ben, wie es aus­zu­se­hen hat.

Und damit auch wirk­lich kei­ner­lei Unstim­mig­kei­ten auf­kom­men, wenn man mal eben sei­nen per­sön­li­chen Brief­kopf oder die eige­ne Web­site mit hüb­schen Ele­men­ten des Bun­des­de­signs auf­lo­ckern will (was natür­lich ver­bo­ten ist), gibt es die Richt­li­ni­en von A wie Anzei­ge bis W wie Web­an­wen­dung für jedes mög­li­che Medi­um.

Das Ziel ist klar: Der Sty­legui­de sorgt dafür, dass bei der visu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on nie­mand aus der Rei­he tanzt und das Cor­po­ra­te Design immer ein­heit­lich ist. Das spie­gelt natür­lich eine star­ke Cor­po­ra­te Iden­ti­ty.

Ein Sty­legui­de legt aber nicht nur visu­el­le Merk­ma­le fest. Auch Spra­che soll­te im Sin­ne der Cor­po­ra­te Com­mu­ni­ca­ti­ons immer gleich sein, zumin­dest wenn es um Kern­bot­schaf­ten geht. Der Gui­de regelt bei­spiels­wei­se, wel­che Anre­de­form für Kun­den gilt, wie Kun­den über­haupt bezeich­net wer­den, wie man sich am Tele­fon mel­den soll­te usw.

Außer­dem regelt der Sty­legui­de auch Grund­la­gen des Lay­outs für alle mög­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, selbst z.B. Papier­sor­ten für Rech­nun­gen. Sie sehen also, dem Style Gui­de kommt eine äußerst wich­ti­ge Auf­ga­be bei der Umset­zung Ihrer Cor­po­ra­te Iden­ti­ty zu. Des­we­gen soll­ten Sie bei der Aus­ar­bei­tung auch nicht schlam­pen.

Einheitlicher Auftritt

Wer­den Sie ruhig zum Erb­sen­zäh­ler!

Dafür tei­len Sie zunächst ein­mal ein, in wel­chen Medi­en Ihre Bot­schaf­ten ver­brei­tet wer­den. Dazu gehö­ren der per­sön­li­che Kon­takt, Tele­fon, Kor­re­spon­denz, Web­site, Publi­ka­tio­nen, Soci­al Media, Anzei­gen usw. Sei­en Sie schon hier so klein­lich, wie nur mög­lich.

Jedes die­ser Medi­en hat spe­zi­el­le Anfor­de­run­gen und Eigen­schaf­ten, deren Aus­ge­stal­tung Sie bis ins kleins­te Detail fest­le­gen kön­nen. Gehen Sie dabei ein­fach vom Gro­ben zum Fei­nen. Bei einem Geschäfts­brief hie­ße das etwa: Lay­out – Brief­kopf – Schrift­art – Schrift­far­be – Schrift­grö­ße – Absät­ze – Anspra­che – Papier – Druck­form – Brief­um­schlag. Die­se genaue Ein­tei­lung stem­pelt Sie nicht etwa zum Zwangs­neu­ro­ti­ker, son­dern zu einem Unter­neh­mer, der genau weiß, wofür sein Unter­neh­men steht.

Auch Ihre Mit­ar­bei­ter wer­den für der­lei Richt­li­ni­en dank­bar sein, müs­sen sie sich doch dann über die­se Din­ge kei­ne Gedan­ken mehr machen und wis­sen genau, ob sie sich rich­tig ver­hal­ten. Das Hand­buch soll­ten Sie des­halb nicht im hin­ters­ten Regal Ihres Archivs ver­ste­cken, son­dern jedem Mit­ar­bei­ter ein­fach zugäng­lich machen. Ein aus­ge­druck­tes Manu­al ist zwar ganz brauch­bar und soll­te zumin­dest ein­mal je Flur vor­han­den sein. Aber viel wich­ti­ger ist die Online­ver­füg­bar­keit. Schließ­lich kön­nen Sie hier nicht nur die The­men­ge­bie­te über­sicht­lich sor­tie­ren, son­dern auch Such­funk­tio­nen und Sup­port anbie­ten. Außer­dem kön­nen Sie Vor­la­gen – und dafür ist jeder dank­bar – und Schrift­ar­ten, Logos usw., gleich in der rich­ti­gen Druck­auf­lö­sung oder in ver­schie­de­nen Zusam­men­stel­lun­gen für jede Gele­gen­heit zum Down­load bereit hal­ten. Sie soll­ten sich dazu wirk­lich mal das Manu­al der Bun­des­re­gie­rung anschau­en, denn man kann hier wirk­lich etwas ler­nen.

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