Was ist ein Style Guide?

Style Guides: Straßenkarten für Ihr Corporate Design
von RHKD 2 Jahren
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Style Guide: Wenn Sie bei dem Begriff an eine Schlagzeile auf dem Titel einer beliebigen Frauenzeitschrift denken, liegen Sie gar nicht so falsch. Natürlich geht es in diesem Fall nicht um die neusten Frühlingslooks, sondern um den Look Ihres Unternehmens. Trotzdem ist der Style Guide auch hier die Anleitung zu gutem Aussehen. Und den richtigen Worten.

Der Style Guide

Immer hübsch der Corporate Identity nach!

Jeder mag über die Bundesregierung denken was er möchte, doch bei ihrem Style Guide haben sie sich Mühe gegeben. Auf einer eigenen Subdomain hat die Bundesregierung für jedes kleinste Element des Corporate Designs detaillierte Richtlinien ausgegeben, wie es auszusehen hat.

Und damit auch wirklich keinerlei Unstimmigkeiten aufkommen, wenn man mal eben seinen persönlichen Briefkopf oder die eigene Website mit hübschen Elementen des Bundesdesigns auflockern will (was natürlich verboten ist), gibt es die Richtlinien von A wie Anzeige bis W wie Webanwendung für jedes mögliche Medium.

Das Ziel ist klar: Der Styleguide sorgt dafür, dass bei der visuellen Kommunikation niemand aus der Reihe tanzt und das Corporate Design immer einheitlich ist. Das spiegelt natürlich eine starke Corporate Identity.

Ein Styleguide legt aber nicht nur visuelle Merkmale fest. Auch Sprache sollte im Sinne der Corporate Communications immer gleich sein, zumindest wenn es um Kernbotschaften geht. Der Guide regelt beispielsweise, welche Anredeform für Kunden gilt, wie Kunden überhaupt bezeichnet werden, wie man sich am Telefon melden sollte usw.

Außerdem regelt der Styleguide auch Grundlagen des Layouts für alle möglichen Kommunikationsmittel, selbst z.B. Papiersorten für Rechnungen. Sie sehen also, dem Style Guide kommt eine äußerst wichtige Aufgabe bei der Umsetzung Ihrer Corporate Identity zu. Deswegen sollten Sie bei der Ausarbeitung auch nicht schlampen.

Einheitlicher Auftritt

Werden Sie ruhig zum Erbsenzähler!

Dafür teilen Sie zunächst einmal ein, in welchen Medien Ihre Botschaften verbreitet werden. Dazu gehören der persönliche Kontakt, Telefon, Korrespondenz, Website, Publikationen, Social Media, Anzeigen usw. Seien Sie schon hier so kleinlich, wie nur möglich.

Jedes dieser Medien hat spezielle Anforderungen und Eigenschaften, deren Ausgestaltung Sie bis ins kleinste Detail festlegen können. Gehen Sie dabei einfach vom Groben zum Feinen. Bei einem Geschäftsbrief hieße das etwa: Layout – Briefkopf – Schriftart – Schriftfarbe – Schriftgröße – Absätze – Ansprache – Papier – Druckform – Briefumschlag. Diese genaue Einteilung stempelt Sie nicht etwa zum Zwangsneurotiker, sondern zu einem Unternehmer, der genau weiß, wofür sein Unternehmen steht.

Auch Ihre Mitarbeiter werden für derlei Richtlinien dankbar sein, müssen sie sich doch dann über diese Dinge keine Gedanken mehr machen und wissen genau, ob sie sich richtig verhalten. Das Handbuch sollten Sie deshalb nicht im hintersten Regal Ihres Archivs verstecken, sondern jedem Mitarbeiter einfach zugänglich machen. Ein ausgedrucktes Manual ist zwar ganz brauchbar und sollte zumindest einmal je Flur vorhanden sein. Aber viel wichtiger ist die Onlineverfügbarkeit. Schließlich können Sie hier nicht nur die Themengebiete übersichtlich sortieren, sondern auch Suchfunktionen und Support anbieten. Außerdem können Sie Vorlagen – und dafür ist jeder dankbar – und Schriftarten, Logos usw., gleich in der richtigen Druckauflösung oder in verschiedenen Zusammenstellungen für jede Gelegenheit zum Download bereit halten. Sie sollten sich dazu wirklich mal das Manual der Bundesregierung anschauen, denn man kann hier wirklich etwas lernen.

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