So wichtig ist Content Marketing!

Warum Unternehmen auf Content Marketing nicht verzichten können.
von RHKD 8 Monaten
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Con­tent Mar­ke­ting ist für vie­le Unter­neh­mer und Mar­ke­ting­ex­per­ten die bes­te Erfin­dung seit geschnit­ten Brot. Doch Hand aufs Herz, wis­sen Sie, was sich hin­ter dem Begriff genau ver­birgt und wel­chen Nut­zen guter Con­tent für Ihr Unter­neh­men hat? Genau für die­se Fra­ge ver­su­chen wir in die­sem Arti­kel zu beant­wor­ten.

Alles auf Start: Was ist Content Marketing?

Ist nicht jede Form von Wer­bung auch Con­tent? Ein klas­si­scher Fern­seh­wer­be­spot genau­so wie ein aus­führ­li­ches White­pa­per, eine Stu­die oder eine Video­an­lei­tung auf You­Tube? Der Begriff Con­tent Mar­ke­ting bewirkt nicht sel­ten fra­gen­de Bli­cke. Zu Recht, denn die Namens­ge­bung war nicht son­der­lich gut gewählt.

Nimmt man den Begriff Con­tent wört­lich, wäre die Fra­ge ein­fach zu beant­wor­ten. Ein Fern­seh­spot oder eine Zei­tungs­an­zei­ge sind selbst­ver­ständ­lich auch Inhal­te. Aller­dings ent­hal­ten die­se häu­fig kei­ne Rele­vanz für den Emp­fän­ger und wer­den von ihm aus­ge­blen­det und igno­riert. Ein Hun­de­hal­ter wird sich nun mal nicht für Kat­zen­fut­ter inter­es­sie­ren, egal wie oft und Laut man ihn mit Wer­bung beschallt.

Dage­gen zielt Con­tent Mar­ke­ting auf qua­li­ta­ti­ve und rele­van­te Inhal­te ab, die den Emp­fän­ger genau dann errei­chen, wenn er sich für dafür inter­es­siert. Man könn­te auch sagen: Wäh­rend klas­si­sche Wer­bung mit Brech­stan­ge und Vor­schlag­ham­mer arbei­tet, ver­steht sich Con­tent Mar­ke­ting als mini­mal­in­va­si­ver Wer­be­ein­griff.

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Suchanfragen verarbeitet Google täglich

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Eine infor­ma­ti­ve und gut gestal­te­te Web­sei­te ist für erfolg­rei­che Unter­neh­men heu­te unum­gäng­lich. Mit einem täg­li­chen Volu­men von ca. 799.200.000 täg­li­chen Such­an­fra­gen hat Goog­le sich auch das Inter­es­se von Mar­ke­ting­ex­per­ten erwor­ben.

Vor eini­gen Jah­ren war ein gutes Ran­king bei Goog­le eine rei­ne Fleiß­auf­ga­be. Man plat­zie­re mög­lichst vie­le Key­wor­ds, besorgt sich mög­lichst vie­le Backlinks und schon rank­te die eige­ne Sei­te in den Top 10 der Such­ergeb­nis­se. Dies mag zwar etwas über­trie­ben klin­gen, aber so sah die Rea­li­tät eine lan­ge Zeit aus.

Die Zei­ten, in denen man sein Unter­neh­men mit solch frag­wür­di­gen Metho­den an die Spit­ze der Such­ergeb­nis­se beför­dern konn­te, sind ein für alle Mal vor­bei. Wer heu­te mit sol­chen Mit­teln arbei­tet, fin­det sein Pro­jekt schnell auf der Black­list von Goog­le – und sonst nir­gend­wo. Goog­le for­dert heu­te qua­li­ta­ti­ve Inhal­te und ein gutes Nut­zer­er­leb­nis!

Wie der Algo­rith­mus der Such­ma­schi­ne genau arbei­tet, hält das Unter­neh­men streng unter Ver­schluss. Immer­hin möch­te man nicht, dass die­ser miss­braucht wird. Mehr als 200 Fak­to­ren sind bekannt, die in den Such­al­go­rith­mus ein­spie­len und die Ran­kings beein­flus­sen. Neben tech­ni­schen Fak­to­ren wie Sei­ten­la­de­zeit, Ser­ver­stand­ort oder opti­mier­te Gra­fi­ken nutzt die Such­ma­schi­ne auch Nut­zer­da­ten, um zu ermit­teln, wie inter­es­sant eine Sei­te für den Besu­cher ist und ob sein Infor­ma­ti­ons­be­dürf­nis gestillt wur­de. Genau hier spielt gutes Con­tent Mar­ke­ting eine ent­schei­den­de Rol­le. Es bie­tet dem Nut­zer inter­es­san­te Inhal­te, die ihn Unter­hal­ten, Hel­fen oder etwas bei­brin­gen – je nach­dem wonach er gera­de sucht.

Vorteile gegenüber klassischer Werbung

In einer Umfra­ge im Jahr 2011 befrag­te das Custom Con­tent Coun­cil über 1.000 Per­so­nen, wie sie von Unter­neh­men ange­spro­chen wer­den möch­ten. Gan­ze 74 % der Befrag­ten gaben an, dass sie von Unter­neh­men lie­ber in Form von hilf­rei­chen Arti­keln, als von klas­si­schen Wer­be­an­zei­gen infor­miert wer­den. Viel wich­ti­ger ist jedoch die Akzep­tanz von Wer­be­maß­nah­men. Hier­zu gaben 77 % der Teil­neh­mer an, dass sie zwar wüss­ten, dass das Unter­neh­men durch sol­che Inhal­te etwas ver­kau­fen möch­ten, sie aber kein Pro­blem damit haben. Das zeigt: Con­tent Mar­ke­ting trifft den Nerv der Ziel­grup­pe.

74%
Höhe­re Akzep­tanz bei der Ziel­grup­pe
Über 70 % der Ziel­grup­pe wird von Unter­neh­men lie­ber durch Arti­kel statt klas­si­scher Ver­kaufs­wer­bung ange­spro­chen. Quel­le: Custom Con­tent Coun­cil 2011

Geeignete Inhalte für das Content Marketing

Den Begriff Con­tent Mar­ke­ting wird meist mit infor­ma­ti­ven Inhal­ten ver­knüpft. Doch nicht immer müs­sen Inhal­te einen infor­ma­ti­ven Cha­rak­ter besit­zen. So ist Humor einer der wich­tigs­ten Erfolgs­fak­to­ren der Wer­bung und darf auch im Con­tent-Mar­ke­ting-Mix nicht feh­len. Eine mög­lichst hohe Auf­merk­sam­keit erhält man vor allem durch Awe­so­me-Con­tent (bringt Men­schen zum Stau­nen) und humo­ris­ti­sche Inhal­te, nicht von Anlei­tun­gen oder einer aus­führ­li­chen Stu­die. Eine kla­re Con­tent­stra­te­gie ist daher wich­tig. Hier wer­den die ein­zel­nen Zie­le und die dafür geeig­ne­ten For­ma­te, Typen und Inhal­te fest­ge­legt.

Ver­schie­de­ne Tools, wie bei­spiels­wei­se das FISH-Modell kön­nen bei der stra­te­gi­schen Kate­go­ri­sie­rung von Inhalts­ar­ten hel­fen.

Formate im Content-Marketing

Wer bei Con­tent Mar­ke­ting nur an Blog­ar­ti­kel denkt, liegt zwar falsch, erkennt aber nicht sein mas­si­ves Poten­zi­al. Vom lus­ti­gen Video, einen lehr­rei­chen Pod­cast bis hin zu kurz­wei­lig-infor­mie­ren­den Info­gra­fi­ken, Lis­ten, Stu­di­en oder Memes. Die For­ma­te des Con­tent Mar­ke­ting haben viel Gesich­ter. Je nach Unter­neh­men, Bran­che, Ziel und Bud­get, eig­nen sich eini­ge For­ma­te mehr und ande­re weni­ger.

Häufige Content-Formate:

  • Info­gra­fi­ken
  • Blog­ar­ti­kel
  • Vide­os
  • Pod­casts
  • Anlei­tun­gen /​ Tuto­ri­als
  • Check­lis­ten
  • Stu­di­en
  • Rezen­sio­nen
  • E-Books
  • Inter­views
  • Gast­ar­ti­kel

Push- vs. Pull Marketing

Klas­si­sche Wer­bung (Push) setzt, um Auf­merk­sam­keit zu gene­rie­ren, vor­ran­gig auf das Stö­ren des Emp­fän­gers. Die­se Unter­bre­chung wird, abhän­gig vom For­mat und Medi­um, zuneh­mend als beläs­ti­gend emp­fun­den und sorg­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einer immer höhe­ren Into­le­ranz gegen­über klas­si­scher Wer­bung. Ein gutes Bei­spiel der Online­wer­bung sind Pop-ups.

Off­line sind Wer­be­blö­cke im Fern­se­hen wohl der Spit­zen­rei­ter für ner­vi­ge Wer­be­maß­nah­men. Ein inter­es­san­ter Film, man wür­de ihn ger­ne Wei­ter­schau­en, wird zer­schnit­ten und das Benut­zer­er­leb­nis zuguns­ten der Wer­bung geschä­digt. Das Resul­tat: Der Rezi­pi­ent ist genervt und schal­tet auf einen ande­ren Kanal oder nutzt wäh­rend der Pau­se sein Smart­pho­ne oder Tablet um inter­es­san­te­re Inhal­te zu kon­su­mie­ren. Letz­te­res, also die Nut­zung von Smart­pho­ne und Tablets wäh­rend der Wer­be­blö­cke, ist der Wer­bung als Second-Screen-Pro­ble­ma­tik bekannt. Dabei han­delt es sich hier­bei kei­nes Wegs um ein Pro­blem, son­dern um ein Sym­ptom. Das eigent­li­che Pro­blem ist die Form der Wer­bung.

Tra­di­tio­nel­les Mar­ke­ting redet auf Leu­te ein, Con­tent Mar­ke­ting redet mit Ihnen. – Doug Kess­ler, CD Velo­ci­ty Part­ners

Als Werk­zeug inner­halb einer Inbound-Mar­ke­ting-Maß­nah­me setzt Con­tent Mar­ke­ting auf einen bewuss­ten und frei­wil­li­gen Kon­sum der Wer­b­e­inhal­te durch die Ziel­grup­pe (Pull). Mit Con­tent Mar­ke­ting nut­zen Unter­neh­men ein bestehen­des Inter­es­se des Emp­fän­gers. An das anfäng­li­che Inter­es­se des Rezi­pi­en­ten knüp­fen Inhal­te an, die spe­zi­ell dafür erstellt wur­den.

Die Zie­le der bereit­ge­stell­ten Medi­en sind viel­fäl­tig und füh­ren den Inter­es­sen­ten meist tie­fer in den Ver­kaufs­trich­ter. Stück für Stück wird sich das Nut­zer­ver­trau­en erar­bei­tet, die Stel­lung des Unter­neh­mens gefes­tigt und der Kun­de zum Kauf über­zeugt.

Content Seeding: Warum Inhalte verteilt werden müssen

Die Inhal­te sind fer­tig, ver­öf­fent­licht und nun? Die erhoff­ten Besu­cher­mas­sen blei­ben aus? Zu häu­fig ver­trau­en Unter­neh­men beim Con­tent Mar­ke­ting dar­auf, dass neue Besu­cher von allein auf die erstell­ten Inhal­te stol­pern. Ein gro­ßer Feh­ler! Auch hoch­wer­ti­ge Inhal­te müs­sen bei der Ziel­grup­pe plat­ziert wer­den. Das Ver­tei­len der eige­nen Inhal­te und die Aus­wahl der rich­ti­gen Por­ta­le ist eben­so so wich­tig wie die Con­ten­ter­stel­lung selbst.

Die Aus­wahl der rich­ti­gen Platt­form für die eige­nen Inhal­te ist eben­so ent­schei­dend für sei­ne Wirk­sam­keit. Ein auf­wen­dig pro­du­zier­tes Video wür­de auf der Unter­neh­mens­sei­te nur ver­ein­zelt ange­se­hen wer­den. Ab damit auf You­Tube! Ein Fach­ar­ti­kel wäre für einen Face­book-Post viel zu lang, könn­te aber als Gast­ar­ti­kel für Auf­merk­sam­keit bei der Ziel­grup­pe sor­gen.

Um die best­mög­li­che Platt­form für Ihren Con­tent zu fin­den, müs­sen Sie wis­sen, wo sich Ihre Ziel­grup­pe auf­hält und wie die­se die Platt­form nutzt.

Ist Content Marketing für mein Unternehmen geeignet?

Eine der am häu­figs­ten gestell­ten Fra­gen lau­tet: »Ist Con­tent Mar­ke­ting auch für mein Unter­neh­men geeig­net?« Die Ant­wort dar­auf ist recht ein­fach: »Ja!« Egal ob Bohr­d­ü­bel oder Extrem­sport­ar­ten, jedes Pro­dukt, das ein Pro­blem sei­ner Ziel­grup­pe löst, ist für Con­tent-Mar­ke­ting-Maß­nah­men geeig­net.

Fazit: Wie wichtig ist Content Marketing für Unternehmen?

Wer heu­te nicht aktiv in Inbound­maß­nah­men wie Con­tent Mar­ke­ting inves­tiert, macht es sei­nen Mit­be­wer­bern sehr ein­fach sich vor dem eige­nen Unter­neh­men zu posi­tio­nie­ren. Klas­si­sche Wer­bung ver­liert zuneh­mend an Bedeu­tung bei Ihrer Ziel­grup­pe. Erstell­te Inhal­te soll­ten nie­mals nur des Inhalts wegen erstellt wer­den, son­dern dem Emp­fän­ger einen infor­ma­ti­ven oder unter­halt­sa­men Mehr­wert bie­ten. Con­tent Mar­ke­ting ist als Teil­stück einer groß ange­leg­ten Inbound-Mar­ke­ting-Maß­nah­me zu ver­ste­hen und nicht als Ein­zel­maß­nah­me. Inhal­te müs­sen ver­brei­tet, regel­mä­ßig auf ihre Rele­vanz kon­trol­liert und gege­be­nen­falls opti­miert wer­den.

Quel­len:
Bild­quel­le: © AJ_​Watt, Täg­li­che Such­an­fra­gen bei Goog­le, Opti­mi­zing ExpertsCustom Con­tent Coun­cil & GFK, Con­su­mers Atti­tu­des Toward Custom Con­tentFISH-Modell, Mir­ko Lan­ge

Kategorie:
  Marketing

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