Die 10 häufigsten Fehler im E-Mail-Marketing

Diese Fehler sollten Sie definitiv vermeiden!
von RHKD 4 Wochen
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Gut umgesetztes E-Mail-Marketing ist ein mächtiges Werkzeug zur Umsatzsteigerung und Kundenbindung. Doch Vorsicht! Schlechtes E-Mail-Marketing sorgt nicht nur für Umsatzeinbrüche. Im schlimmsten Fall drohen rechtliche Konsequenzen, die es in sich haben können.

E-Mail-Marketing erreicht die Leute genau dann, wenn sie Zeit haben sich mit Ihren Produkten zu beschäftigen. Anders als Social-Media-Kampagnen oder Bannerwerbung stellen Newsletter eine akzeptierte Form der Werbung dar, mit der sich der Empfänger bewusst auseinandersetzen möchte. Eine Studie des Unternehmens Convince & Convert zeigt, dass innerhalb eines Jahres ca. 44 % aller Newsletterempfänger mindestens ein Produkt kaufen. Damit Ihr E-Mail-Marketing-Budget nicht in Rauch aufgeht, haben wir zehn der häufigsten Fehler zusammengefasst und zeigen, wie man sie vermeidet.

Häufige Fehler im E-Mail-Marketing


1. Fehlende Einwilligung (Double-Opt-In)

Beginnen wir mit dem gröbsten Fehler im E-Mail-Marketing, dem fehlenden Double-Opt-In-Verfahren. E-Mail-Marketing zählt unter das Permission Marketing und bedarf der Einwilligung des Empfängers. Wer sich als Werbetreibender keine Einwilligung einholt, E-Mail-Adressen kauft und munter drauf los verschickt, muss mit Abmahnungen und Unterlassungsklagen rechnen. Die Einwilligung des Empfängers muss mit dem sogenannten Double-Opt-In Verfahren (auch DOI-Verfahren) durchgeführt werden. Ein zweistufiger Bestätigungsprozess, über den die Einwilligung zum Erhalt von Werbemails bestätigt wird. Auch dieser ist nicht zu 100 % rechtssicher, stellt im Moment allerdings die einzige Möglichkeit dar.

Achtung: E-Mails müssen über ein Impressum verfügen, das den Anbieter kennzeichnet.

2. Fehlender Abmeldelink

Ebenfalls rechtlich vorgeschrieben ist der sogenannte Abmeldelink. Dieser muss gut sichtbar in jeder Werbemail platziert werden. In den meisten Fällen findet sich dieser Link im Fußbereich. Auf seine Widerspruchsmöglichkeiten zum Erhalt von Werbemails muss der Empfänger bereits bei seiner Anmeldung informiert werden.

3. Zu hohe Frequenz und zu viele Mails

E-Mail-Marketing ist ein mächtiges Mittel für Werbetreibende. Kein Wunder also, dass häufig nach dem Motto »Viel hilft viel« vorgegangen wird. Das Ergebnis: Die Conversion Rate kann kurzfristig stark steigen, sinkt langfristig aber in den Keller. Einzig die Austragungsrate und die Spamquote steigen. Aus diesem Grund: Erst denken, dann versenden!

Tipp: Eine feste Regel gibt es nicht. Die Häufigkeit richtet sich am Unternehmen und seiner Zielgruppe aus. Nachrichtenportale haben naturgemäß eine höhere Sendefrequenz als Onlineshops. Hier gilt: Klein anfangen, Frequenz steigern, Auswertungen im Auge behalten und das richtige Verhältnis finden.

4. Keine Personalisierung der Email

Sehr geehrter Kunde klingt nicht nur distanziert, sondern ist eines der Erkennungsmerkmale für Spam und Phishing-Emails. Sofern Sie über den Vor- und/oder Nachnamen Ihres Empfängers verfügen, sprechen Sie ihn damit an.

Tipp: Anmeldeformulare, die nur nach der E-Mail-Adresse des Abonnenten fragen, haben eine höhere Conversion Rate. Sollten Ihnen daher die Daten zur Personalisierung fehlen, bitten Sie Ihre Abonnenten doch einfach freundlich darum Ihr Profil zu vervollständigen.

5. Keine Segmentierung und Gruppierung der Empfänger

Die Segmentierung von Empfängern ist eines der wichtigsten Mittel im E-Mail-Marketing. Laut einer Studie von Marketing Sherpa segmentieren lediglich 38 % der Werbetreibenden ihre Kampagnen auf Basis von Kundeninteressen. Neben dem positiven Einfluss auf relevante Kennzahlen steigert sie die Nutzererfahrung Ihrer Empfänger durch maßgeschneiderte Werbung, die wirklich interessiert.

Tipp: Aktuelle Programme für das E-Mail-Marketing unterstützen in dem meisten Fällen eine automatische Segmentierung. Diese kann sich anhand erworbener Artikel richten oder die Zielseite verwenden, auf der sich der Nutzer in Ihre Mailingliste eingetragen hat.

6. Mobile Endgeräte wurden nicht bedacht

Bei Webseiten wird eine Unterstützung für Mobile Endgeräte heute vorausgesetzt. Viele Werbetreibende vergessen allerdings, dass ihre Newsletterempfänger E-Mails ebenfalls auf dem Smartphone oder Tablet lesen.

Tipp: Wer das Maximum aus seinen E-Mails herausholen will, der sorgt nicht nur für saubere Umbrüche im Layout, sondern erstellt unterschiedliche Layouts (inkl. Content) für Mobile und Desktop.

7. Falscher Versandzeitpunkt

Viele Werber vernachlässigen einen strategischen Versandzeitpunkt ihrer Email-Kampagnen. Das Resultat: Ihre E-Mail erscheint irgendwo, ganz weit unten und erhält keine Aufmerksamkeit. Schade!
Versuchen Sie den Zeitpunkt zu erwischen, wenn Ihre Kunden Ihr Postfach kontrollieren. So erscheint Ihre Kampagne weiter oben und erhält die mehr Aufmerksamkeit.

Tipp: Um den besten Versandzeitpunkt zu ermitteln, gibt es hilfreiche Werkzeuge. Viele Email-Marketing-Programme zeigen an, zu welcher Uhrzeit Ihre E-Mails am häufigsten geöffnet werden. Sollte das nicht der Fall sein, kann die Auswertung über Google Analytics weiterhelfen und den Zeitraum eingrenzen.

8. Zu viele Pflichtfelder

Machen Sie es Interessierten so einfach wie möglich, Ihren Newsletter zu abonnieren. Verzichten Sie auf unnötige Pflichtfelder wie Telefonnummer, Geburtsdatum oder Adresse. Die höchste Conversion Rate erzielen Formulare, die ausschließlich nach der E-Mail-Adresse fragen. Weitere Informationen, wie Vor- und Nachnahme, können zu einem späteren Zeitpunkt erfragt werden.

Tipp: Hat sich Ihr Newsletter erst mal etabliert, steigt die Bereitschaft der Empfänger Ihnen auch persönlichere Daten anzuvertrauen. Das Vertrauen Ihrer Abonnenten müssen sich Unternehmen durch hochwertige und nützliche Inhalte erarbeiten.

9. Kein Mehrwert für Abonnenten

Keiner abonniert Ihren Newsletter aber wieso? Denken Sie kurz nach: Würden Sie Ihre E-Mail-Adresse einfach so an jemand Unbekanntes weitergeben? Eben. Bieten Sie neuen Abonnenten einen Vorteil, den Sie erhalten, indem sie Ihren Newsletter abonnieren. Kostenlose Ratgeber, E-Books oder ein exklusiver Preisvorteil, sind lediglich drei Beispiele, wie ein solcher Mehrwert aussehen kann.

10. Verwendung von NoReply-Antwortadressen

Feedback von Ihren Empfängern ist ein seltenes, aber wertvolles Gut. Schade, wenn die Reaktionen Ihrer potenziellen Kunden Sie allerdings nicht erreichen. Verwenden Sie deshalb immer eine echte E-Mail-Adresse als Antwortadresse für Ihre Email-Kampagnen und nutzen Sie das Feedback Ihrer Kunden zu Ihrem Vorteil.

Bildquelle: © Geber86  

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