Die 10 häufigsten Fehler im E-Mail-Marketing

Diese Fehler sollten Sie definitiv vermeiden!
von RHKD 9 Monaten
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Gut umge­setz­tes E-Mail-Mar­ke­ting ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug zur Umsatz­stei­ge­rung und Kun­den­bin­dung. Doch Vor­sicht! Schlech­tes E-Mail-Mar­ke­ting sorgt nicht nur für Umsatz­ein­brü­che. Im schlimms­ten Fall dro­hen recht­li­che Kon­se­quen­zen, die es in sich haben kön­nen.

E-Mail-Mar­ke­ting erreicht die Leu­te genau dann, wenn sie Zeit haben sich mit Ihren Pro­duk­ten zu beschäf­ti­gen. Anders als Soci­al-Media-Kam­pa­gnen oder Ban­ner­wer­bung stel­len News­let­ter eine akzep­tier­te Form der Wer­bung dar, mit der sich der Emp­fän­ger bewusst aus­ein­an­der­set­zen möch­te. Eine Stu­die des Unter­neh­mens Con­vin­ce & Con­vert zeigt, dass inner­halb eines Jah­res ca. 44 % aller News­let­ter­emp­fän­ger min­des­tens ein Pro­dukt kau­fen. Damit Ihr E-Mail-Mar­ke­ting-Bud­get nicht in Rauch auf­geht, haben wir zehn der häu­figs­ten Feh­ler zusam­men­ge­fasst und zei­gen, wie man sie ver­mei­det.

Häufige Fehler im E-Mail-Marketing


1. Fehlende Einwilligung (Double-Opt-In)

Begin­nen wir mit dem gröbs­ten Feh­ler im E-Mail-Mar­ke­ting, dem feh­len­den Dou­ble-Opt-In-Ver­fah­ren. E-Mail-Mar­ke­ting zählt unter das Per­mis­si­on Mar­ke­ting und bedarf der Ein­wil­li­gung des Emp­fän­gers. Wer sich als Wer­be­trei­ben­der kei­ne Ein­wil­li­gung ein­holt, E-Mail-Adres­sen kauft und mun­ter drauf los ver­schickt, muss mit Abmah­nun­gen und Unter­las­sungs­kla­gen rech­nen. Die Ein­wil­li­gung des Emp­fän­gers muss mit dem soge­nann­ten Dou­ble-Opt-In Ver­fah­ren (auch DOI-Ver­fah­ren) durch­ge­führt wer­den. Ein zwei­stu­fi­ger Bestä­ti­gungs­pro­zess, über den die Ein­wil­li­gung zum Erhalt von Wer­be­mails bestä­tigt wird. Auch die­ser ist nicht zu 100 % rechts­si­cher, stellt im Moment aller­dings die ein­zi­ge Mög­lich­keit dar.

Ach­tung: E-Mails müs­sen über ein Impres­sum ver­fü­gen, das den Anbie­ter kenn­zeich­net.

2. Fehlender Abmeldelink

Eben­falls recht­lich vor­ge­schrie­ben ist der soge­nann­te Abmel­de­link. Die­ser muss gut sicht­bar in jeder Wer­be­mail plat­ziert wer­den. In den meis­ten Fäl­len fin­det sich die­ser Link im Fuß­be­reich. Auf sei­ne Wider­spruchs­mög­lich­kei­ten zum Erhalt von Wer­be­mails muss der Emp­fän­ger bereits bei sei­ner Anmel­dung infor­miert wer­den.

3. Zu hohe Frequenz und zu viele Mails

E-Mail-Mar­ke­ting ist ein mäch­ti­ges Mit­tel für Wer­be­trei­ben­de. Kein Wun­der also, dass häu­fig nach dem Mot­to »Viel hilft viel« vor­ge­gan­gen wird. Das Ergeb­nis: Die Con­ver­si­on Rate kann kurz­fris­tig stark stei­gen, sinkt lang­fris­tig aber in den Kel­ler. Ein­zig die Aus­tra­gungs­ra­te und die Spam­quo­te stei­gen. Aus die­sem Grund: Erst den­ken, dann ver­sen­den!

Tipp: Eine fes­te Regel gibt es nicht. Die Häu­fig­keit rich­tet sich am Unter­neh­men und sei­ner Ziel­grup­pe aus. Nach­rich­ten­por­ta­le haben natur­ge­mäß eine höhe­re Sen­de­fre­quenz als Online­shops. Hier gilt: Klein anfan­gen, Fre­quenz stei­gern, Aus­wer­tun­gen im Auge behal­ten und das rich­ti­ge Ver­hält­nis fin­den.

4. Keine Personalisierung der Email

Sehr geehr­ter Kun­de klingt nicht nur distan­ziert, son­dern ist eines der Erken­nungs­merk­ma­le für Spam und Phis­hing-Emails. Sofern Sie über den Vor- und/​oder Nach­na­men Ihres Emp­fän­gers ver­fü­gen, spre­chen Sie ihn damit an.

Tipp: Anmel­de­for­mu­la­re, die nur nach der E-Mail-Adres­se des Abon­nen­ten fra­gen, haben eine höhe­re Con­ver­si­on Rate. Soll­ten Ihnen daher die Daten zur Per­so­na­li­sie­rung feh­len, bit­ten Sie Ihre Abon­nen­ten doch ein­fach freund­lich dar­um Ihr Pro­fil zu ver­voll­stän­di­gen.

5. Keine Segmentierung und Gruppierung der Empfänger

Die Seg­men­tie­rung von Emp­fän­gern ist eines der wich­tigs­ten Mit­tel im E-Mail-Mar­ke­ting. Laut einer Stu­die von Mar­ke­ting Sher­pa seg­men­tie­ren ledig­lich 38 % der Wer­be­trei­ben­den ihre Kam­pa­gnen auf Basis von Kun­den­in­ter­es­sen. Neben dem posi­ti­ven Ein­fluss auf rele­van­te Kenn­zah­len stei­gert sie die Nut­zer­er­fah­rung Ihrer Emp­fän­ger durch maß­ge­schnei­der­te Wer­bung, die wirk­lich inter­es­siert.

Tipp: Aktu­el­le Pro­gram­me für das E-Mail-Mar­ke­ting unter­stüt­zen in dem meis­ten Fäl­len eine auto­ma­ti­sche Seg­men­tie­rung. Die­se kann sich anhand erwor­be­ner Arti­kel rich­ten oder die Ziel­sei­te ver­wen­den, auf der sich der Nut­zer in Ihre Mai­ling­lis­te ein­ge­tra­gen hat.

6. Mobile Endgeräte wurden nicht bedacht

Bei Web­sei­ten wird eine Unter­stüt­zung für Mobi­le End­ge­rä­te heu­te vor­aus­ge­setzt. Vie­le Wer­be­trei­ben­de ver­ges­sen aller­dings, dass ihre News­let­ter­emp­fän­ger E-Mails eben­falls auf dem Smart­pho­ne oder Tablet lesen.

Tipp: Wer das Maxi­mum aus sei­nen E-Mails her­aus­ho­len will, der sorgt nicht nur für sau­be­re Umbrü­che im Lay­out, son­dern erstellt unter­schied­li­che Lay­outs (inkl. Con­tent) für Mobi­le und Desk­top.

7. Falscher Versandzeitpunkt

Vie­le Wer­ber ver­nach­läs­si­gen einen stra­te­gi­schen Ver­sand­zeit­punkt ihrer Email-Kam­pa­gnen. Das Resul­tat: Ihre E-Mail erscheint irgend­wo, ganz weit unten und erhält kei­ne Auf­merk­sam­keit. Scha­de!
Ver­su­chen Sie den Zeit­punkt zu erwi­schen, wenn Ihre Kun­den Ihr Post­fach kon­trol­lie­ren. So erscheint Ihre Kam­pa­gne wei­ter oben und erhält die mehr Auf­merk­sam­keit.

Tipp: Um den bes­ten Ver­sand­zeit­punkt zu ermit­teln, gibt es hilf­rei­che Werk­zeu­ge. Vie­le Email-Mar­ke­ting-Pro­gram­me zei­gen an, zu wel­cher Uhr­zeit Ihre E-Mails am häu­figs­ten geöff­net wer­den. Soll­te das nicht der Fall sein, kann die Aus­wer­tung über Goog­le Ana­ly­tics wei­ter­hel­fen und den Zeit­raum ein­gren­zen.

8. Zu viele Pflichtfelder

Machen Sie es Inter­es­sier­ten so ein­fach wie mög­lich, Ihren News­let­ter zu abon­nie­ren. Ver­zich­ten Sie auf unnö­ti­ge Pflicht­fel­der wie Tele­fon­num­mer, Geburts­da­tum oder Adres­se. Die höchs­te Con­ver­si­on Rate erzie­len For­mu­la­re, die aus­schließ­lich nach der E-Mail-Adres­se fra­gen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, wie Vor- und Nach­nah­me, kön­nen zu einem spä­te­ren Zeit­punkt erfragt wer­den.

Tipp: Hat sich Ihr News­let­ter erst mal eta­bliert, steigt die Bereit­schaft der Emp­fän­ger Ihnen auch per­sön­li­che­re Daten anzu­ver­trau­en. Das Ver­trau­en Ihrer Abon­nen­ten müs­sen sich Unter­neh­men durch hoch­wer­ti­ge und nütz­li­che Inhal­te erar­bei­ten.

9. Kein Mehrwert für Abonnenten

Kei­ner abon­niert Ihren News­let­ter aber wie­so? Den­ken Sie kurz nach: Wür­den Sie Ihre E-Mail-Adres­se ein­fach so an jemand Unbe­kann­tes wei­ter­ge­ben? Eben. Bie­ten Sie neu­en Abon­nen­ten einen Vor­teil, den Sie erhal­ten, indem sie Ihren News­let­ter abon­nie­ren. Kos­ten­lo­se Rat­ge­ber, E-Books oder ein exklu­si­ver Preis­vor­teil, sind ledig­lich drei Bei­spie­le, wie ein sol­cher Mehr­wert aus­se­hen kann.

10. Verwendung von NoReply-Antwortadressen

Feed­back von Ihren Emp­fän­gern ist ein sel­te­nes, aber wert­vol­les Gut. Scha­de, wenn die Reak­tio­nen Ihrer poten­zi­el­len Kun­den Sie aller­dings nicht errei­chen. Ver­wen­den Sie des­halb immer eine ech­te E-Mail-Adres­se als Ant­wort­adres­se für Ihre Email-Kam­pa­gnen und nut­zen Sie das Feed­back Ihrer Kun­den zu Ihrem Vor­teil.

Bild­quel­le: © Geber86  

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